Monat: November 2011 (Seite 2 von 2)

Neue Menüfunktion ‚BDE-Terminals‘

Die ERP-Software easyWinArt wurde im PPS-System um die Menüfunktion ‚BDE-Terminals‚ zur Verwaltung aller BDE-Terminals erweitert.

Die BDE-Terminal-Verwaltung wird für die geplante, barcodebasierende Betriebsdatenerfassung benötigt und ist somit die erste freigegebene Menüfunktion des in der Entwicklung befindlichen neuen easyWinArt-Moduls ‚Betriebsdatenerfassung (BDE)‚.

Neue Option bei A’Konto-Rechnungen

Die ERP-Software easyWinArt wurde in der Auftragsbearbeitung für A’Konto-Rechnungen und im Bestellwesen für A’Konto-Verbindlichkeiten erweitert.

Wird der Mandanten-Konfigurations-Schalter

  • A’Konto-Rechnungen als Belegkopie

gesetzt, so werden A’Konto-Rechnungen für Kundenaufträge nicht mehr als reine wertmäßige Belege erstellt, sondern als Kopie des Kundenauftrages.

Eine solche positions- oder artikelbezogene A’Konto-Rechnung kann anschließend beliebig geändert und überarbeitet werden. Die Gestaltung der automatisch erzeugten A’Konto-Rechnung ist somit sehr flexibel durchführbar.

Pro Kundenauftrag können auch nach der neuen A’Konto-Rechnungs-Logik ein oder mehrere  A’Konto-Rechnungen erstellt werden. Wird für denselben Kunden die Abschlussrechnung erstellt, so werden alle vorher erzeugten A’Konto-Rechnungen zum Abzug angeboten. In der Summe dürfen diese natürlich nicht den gesamten Rechnungsbetrag übersteigen. Sollte dies dennoch der Fall sein, so erfolgt eine entsprechende Warnmeldung, d.h. die Abzugssumme darf die Rechnungssumme nicht überschreiten.
Beim Drucken der Abschlussrechnung werden die entsprechenden A’Konto-Beträge unter Berücksichtigung der Mehwertsteuer automatisch abgezogen und in tabellarischer Form ausgewiesen.

Eine analoge Geschäftslogik wurde auch für für A’Konto-Verbindlichkeiten im Bestellwesen realisiert.

Optimierung im Dokumentenmanagement

Die Auftragsbearbeitung der Warenwirtschafts-Software easyWinArt wurde in der Funktionalität des menüfunktions-übergreifenden Dokumentenmanagement verbessert:

Jede datensatz-basierende easyWinArt-Menüfunktion hat ein Register Dokumenten-Management in dem für jeden Datensatz dynamisch alle angehängten Dokumente tabellarisch angezeigt werden. Durch Doppelklick auf ein angehängtes Dokument wird wie bisher die Menüfunktion DMS (Dokumenten-Management) mit allen am jeweiligen Datensatz angehängten Dokumenten aufgerufen. Bei Lizenzierung des Dokumenten-Viewers wird jedes Dokument für ca. 250 unterschiedliche Datenformate in einer skalierbaren Vorschau dargestellt.

Die Erweiterung des Dokumentenmanagements besteht in einer zusätzlichen Doppelklick-Alternative: Wird im Register Dokumenten-Management einer beliebigen datensatz-basierenden easyWinArt-Menüfunktion auf ein angehängtes Dokument ein Doppelklick ausgeführt und gleichzeitig die Taste ‚Strg‚ oder ‚Alt‚ gedrückt, so wird das Dokument direkt in die jeweilige Anwendung geladen, z.B. Word, Excel, PDF-Viewer, Windows-Fotoanzeige usw.

Erweiterung der Positions-Bearbeitung in der Beleg-Verwaltung

Die Auftragsbearbeitung der ERP-Software easyWinArt wurde in der Beleg-Verwaltung weiter optimiert.

Viele easyWinArt-Kunden, insbesondere aus den Branchen mit kundenauftragsbezogener Fertigung, möchten auf Grund von Angeboten noch keine neuen Artikel im Artikelstamm einstellen. Erst im Falle eines Auftrages sollen die manuellen Positionen der Angebote möglichst automatisiert als Artikel eingestellt werden. Dieser Geschäftsprozess wird mit der aktuellen Erweiterung der Positions-Bearbeitung in der Beleg-Verwaltung optimiert.

Die Menüfunktion ‚Beleg-Positionen‘ erhält im Register ‚Gewichts-Daten und technische Daten‘ die neuen Felder ‚Zeichnungsnummer‚ und ‚Zeichnungs-Änderungsindex‚. Diese Felder stehen auch bei manuellen Positionen zur Verfügung. Bei aus Stamm-Artikeln gebildeten Positionen werden sie automatisch mit den entsprechenden Artikel-Daten gefüllt. Auch beim Pushen, Ziehen und Kopieren von Belegen werden die neuen Felder mit übertragen.

In Abhängigkeit der Mandanten-Konfigurations-Schalter ‚Zeichnungsnummer als Artikelnummer vorschlagen‚ und ‚Automatische Artikelnummern-Vergabe‚ wird über den Toolbar-Butten ‚Neuen Artikel direkt anlegen‚ in der Positions-Bearbeitung automatisch die nächste freie Artikelnummer des entsprechenden Nummernkreises oder die Zeichnungsnummer der Position als Artikelnummer vorschlagen. Per Mausklick kann die entsprechende manuelle Position in den Artikelstamm übertragen werden. Der neu eingestellte Artikel wird automatisch der jeweiligen Position zugewiesen.

Das Fenster zum direkten Anlegen eines neuen Artikels wurde ebenfalls grundlegend überarbeitet. Über die neuen Buttons ‚Speichern und weiter‚, ‚Überspringen‚, ‚Speichern und beenden‚ sowie ‚Beenden‚ können alle manuellen Positionen eines Beleges komfortabel und schnell als Artikel erfasst werden. Dabei werden zur besseren Übersicht alle Beleg-Positionen automatisch mitgezogen.

Optimierung der automatischen Lager-Durchschnittspreis-Ermittlung

Optimierung der Module der Warenwirtschaft ( WAWI ) des ERP-Systems easyWinArt.

Die am 30.10.2011 freigegebene automatische Lager-Durchschnittspreis-Ermittlung wurde weiter verbessert und erweitert. Die dort beschriebenen Abläufe und Logiken haben noch einige Nachteile, die mit der aktuellen Version behoben wurden.

In der alten Version erfolgte jeder Lagerabgang immer mit dem Buchungspreis = jeweils aktueller Lager-Durchschnittspreis und jeder Lagerzugang mit dem Buchungspreis = jeweils gültiger Artikelpreis.

Der neue Lager-Durchschnittspreis errechnete sich dabei über die nach wie vor gültige Formel:

Neuer Durchschnittspreis  =  ( Alter Durchschnittspreis * Alter Lagerbestand  +  Buchungsmenge * Buchungspreis ) / ( Alter Lagerbestand + Buchungsmenge )

Diese Vorgehensweise ist prinzipiell richtig und einleuchtend, hat jedoch im Falle von über die Mandanten-Konfiguration aktivierten automatischen Lagerbuchungen, z.B. bei Warenlieferungen (Einkaufs-Lieferungen), einen nicht gewollten Nebeneffekt:

Ändert man z.B. die Positions-Menge einer Position einer Einkaufs-Lieferung mehrfach hintereinander so, dass abschließend wieder die Ursprungsmenge erreicht wird, so hat man danach üblicherweise nicht mehr den ursprünglichen Lager-Durchschnittspreis, da jede Zubuchung mit den Buchungspreis und jede Abbuchung mit dem jeweiligen neuen Durchschnittspreis erfolgt. Das Problem wurde praxisnah, wie nachfolgend beschrieben, gelöst. 

Die automatische Lager-Durchschnittspreis-Ermittlung ermöglicht nun eine verfeinerte permanente Bewertung aller aktuellen Lagerbestände. Alle Einzelbuchungen können mit Buchungspreis und jeweiligem Lager-Durchschnittspreis im Lagerjournal nachvollzogen werden. Für eventuelle Fehlbuchungen kann nachträglich der Buchungspreis im Lagerjournal korrigiert werden. Auch resultierende Lager-Durchschnittspreise können im Bedarfsfalle in der Artikelverwaltung manuell überschrieben werden.

Zur Aktivierung der automatischen Lager-Durchschnittspreis-Ermittlung und -Protokollierung muss nach wie vor der neue Mandanten-Konfigurations-Schalter ‚Lager-Durchschnittspreis automatisch aktualisieren‚ im Register ‚Lager‘ gesetzt werden.

Bei gesetztem Schalter wird der Lager-Durchschnittspreis aller Artikel im Register ‚Lager-Daten‘ der Artikel-Verwaltung bei jeder manuellen und jeder automatischen Lagerbuchung neu errechnet und sowohl im Artikelstamm als auch im Lagerjournal abgespeichert.

Zum Verständnis der neuen automatischen Lager-Durchschnittspreis-Ermittlung ist es wichtig, zwischen zwei Typen von automatischen Lagerbuchungen aus Beleg-Positions-Veränderungen zu unterscheiden: Natürliche automatische Lagerbuchungen und korrektive automatische Lagerbuchungen.

Natürliche automatische Lagerbuchungen sind:

  • Lager-Zugänge aus Einkaufs-Lieferungen
  • Lager-Zugänge aus Verkaufs-Rücklieferungen
  • Lager-Abgänge aus Verkaufs-Lieferungen
  • Lager-Abgänge aus Einkaufs-Rücklieferungen

Nicht natürliche, d.h. korrektive automatische Lagerbuchungen sind:

  • Lager-Zugänge aus Verkaufs-Lieferungen
  • Lager-Zugänge aus Einkaufs-Rücklieferungen
  • Lager-Abgänge aus Einkaufs-Lieferungen
  • Lager-Abgänge aus Verkaufs-Rücklieferungen

Nicht natürliche automatische Lagerbuchungen entstehen z.B. durch automatische Lagerbuchungen bei Beleg-Positionen infolge einer Reduzierung der jeweiligen Positions-Menge. Aus diesem Grunde werden sie korrektive Lagerbuchungen genannt. Korrektive Lagerbuchungen entstehen also immer dann, wenn bei aktivierten automatischen Lagerbuchungen in einer Beleg-Position die Position-Menge nachträglich verringert wird, oder wenn die Position komplett gelöscht wird.

Buchungspreis-Findung:

  • Bei natürlichen Lager-Zugängen über Einkaufs-Lieferungen wird der Buchungspreis gleich dem effektiven Positions-Preis gesetzt.
  • Bei natürlichen Lager-Zugängen über Verkaufs-Rücklieferungen wird der Buchungspreis über die neutralen Artikel-Preise gezogen.
  • Bei natürlichen Lager-Abgängen über Verkaufs-Lieferungen wird der Buchungspreis gleich dem jeweiligen Lager-Durchschnittspreis gesetzt.
  • Bei natürlichen Lager-Abgängen über Einkaufs-Rücklieferungen wird der Buchungspreis gleich dem jeweiligen Lager-Durchschnittspreis gesetzt.

Bei allen korrektiven Lagerbuchungen muss es vorher für dieselbe Position schon eine natürliche Lagerbuchung gegeben haben. Diese natürliche Lagerbuchung hat dann auch einen Lagerjournal-Eintrag mit einem ’natürlichen‘ Buchungspreis.
Bei allen nicht natürlichen, korrektiven Lagerbuchungen wird der Buchungspreis gleich dem Buchungspreis des nächstgelegenen zurückliegenden Lagerjournal-Eintrages gesetzt. Auf diese Weise wird die ursprüngliche natürliche Lagerbuchung also mit dem ursprünglichen Buchungspreis korrigiert und der oben beschriebene ungewollte Nebeneffekt tritt nicht mehr auf. Die Korrektur einer Lagerbuchung erfolgt somit immer mit dem ursprünglichen Buchungspreis.

Der Buchungspreis kann bei allen manuellen Lagerbuchungen auch direkt eingegeben werden. Das Erfassungs-Formular für manuelle Lagerbuchungen wurde entsprechend erweitert.

Bei allen manuellen Lager-Umbuchungen und allen manuellen Bestands-Korrekturen wird der Buchungspreis immer gleich dem jeweiligen Lager-Durchschnittspreis gesetzt.

Bei automatischen Lagerbuchungen wird der Buchungspreis entsprechend nachfolgender Prioritäten-Reihenfolge automatisch ermittelt:

  • 1. Priorität: Bei Beleg-Positions-Veränderungen wird der Buchungspreis gemäß obiger Preisfindung gewählt.
    Im Falle eines Lagerzuganges über eine Warenlieferung (Einkaufs-Lieferung) wird z.B. der effektive Einkaufspreis als Buchungspreis gewählt. Dabei werden Rabatte, Preisfaktoren und Fremdwährungen berücksichtigt.
  • 2. Priorität: Wenn vorhanden, wird der manuell verwaltete Lager-Buchungspreis am Artikel gewählt.
  • 3. Priorität: Der neutrale Artikel-Einkaufspreis wird gewählt. Auch hier werden Rabatte, Preisfaktoren und Fremdwährungen berücksichtigt.

Falsche Buchungspreise, d.h. Fehlbuchungen, können auch nachträglich im Lagerjournal korrigiert werden. Dazu wird der Lager-Buchungspreis im Lagerjournal manuell geändert. Eine solche Änderung löst automatisch eine Neuberechnung des jeweiligen Lager-Durchschnittspreises aller nachfolgenden Lagerjournal-Einträge desselben Artikels aus. Der neue Lager-Durchschnittspreis des letzten Lagerjournal-Eintrages wird automatisch im Artikelstamm abgespeichert. Dabei werden manuelle Lager-Durchschnittspreis-Änderungen im Artikelstamm sinngemäß berücksichtigt.

Wichtig: Die nachträgliche Buchungspreis-Korrektur im Lagerjournal liefert dasselbe Ergebnis, als wenn die ursprüngliche automatische Buchung direkt mit einem richtigen Buchungspreis durchgeführt worden wäre.

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