Monat: Dezember 2015

Dispositive Verknüpfungen

Für die Warenwirtschafts (WAWI) und die Fertigung (PPS) des ERP-Systems easyWinArt wurde die Logik der dispositiven Verknüpfungen komplett neu entwickelt.

Davon betroffen sind die Menüfunktionen:

  • Vorgangs-Belege
  • Beleg-Positionen
  • Fertigungs-Aufträge
  • Fertigungs-Stückliste
  • Vorabdisposition
  • Lieferplan

Für die Lieferplan-Disposition greift die neue Logik nur, wenn der Konfigurations-Schalter 'Lieferplan-Bedarf nicht zusammenfassen' im Register 'Bedarfsgesteuerte Disposition' der Mandanten-Konfiguration gesetzt wird.

In allen betroffen Menüfunktionen gibt es je eine neue Registerkarte 'Dispositive Verknüpfungen'.

Dort werden alle im Rahmen der bedarfsgesteuerten Disposition erzeugten dispositiven Verknüpfungen des jeweiligen Datensatzes und aller untergeordneten Datensätze angezeigt. Dabei wird zwischen dispositiven Bedarfs-Verursachern und dispositiv erzeugten Beständen unterschieden.

Dies soll an einem Beispiel erläutert werden:

In einer Bestellung werden die dispositiven Bedarfs-Verursacher angezeigt. Das können Kundenauftrags-Positionen (AUF), Fertigungs-Stücklisten-Positionen (STL), Lieferplan-Positionen (LPL) und Vorabdispositions-Positionen (VDI) sein.

In einem Kundenauftrag werden die dispositiv erzeugten Bestände angezeigt. Das können Bestell-Positionen (BES) und Fertigungs-Aufträge (FER) sein.

Grundsätzlich werden in einem Kundenauftrag die dispositiv erzeugten Bestände aller Positionen des Kundenauftrags, aller Vorabdispositions-Positionen und aller eventuell vorhandenen Lieferplan-Positionen insgesamt aufgelistet. In einer untergeordneten Kundenauftrags-Position werden nur die die dispositiv erzeugten Bestände dieser Position und eventuell vorhandener Lieferplan-Positionen aufgelistet usw.

Eine analoge Hierarchie wurde auch für dispositiven Bedarfs-Verursacher bei Bestellungen realisiert. Das gleiche gilt auch für Fertigungs-Aufträge, Fertigungs-Stücklisten, Lieferpläne usw.

Jede der dispositiven Verknüpfungen kann gelöscht und geändert werden und durch einen Doppelklick auf die jeweilige Datenzeile direkt angezeigt werden.

Die neue Logik der dispositiven Verknüpfungen bietet viele Vorteile und vor allem einen wesentlich besseren Überblick bezüglich der gesamten bedarfsgesteuerten Disposition, dem auftragsbezogenen Bestellwesen und der auftragsbezogenen Fertigung.

Im Rahmen der kompletten Neuprogrammierung der dispositiven Verknüpfungen wurden in 4 Menüfunktionen insgesamt 10 Registerkarten gelöscht:

In den Menüfunktionen 'Vorgangs-Belege' und 'Beleg-Positionen' wurden jeweils die Registerkarten 'Auftragsbezogenes Bestellwesen' und 'Auftragsbezogene Fertigung' gelöscht.

In den Menüfunktionen 'Fertigungs-Aufträge' und 'Fertigungs-Stücklisten' wurden jeweils die Registerkarten 'Erzeugte Bestellungen' und 'Erzeugte Fertigungs-Aufträge' gelöscht.

In der Menüfunktion 'Fertigungs-Aufträge' wurden zusätzlich die Registerkarten 'Gefertigt für Kunden-Aufträge' und 'Gefertigt für Fertigungs-Aufträge' gelöscht.

Darüber hinaus wurden 14 Pseudo-Menüfunktionen samt 'Selects', 'Froms' und 'Links' gelöscht, die bisher der tabellarischen Darstellung der dispositiven Verknüpfungen dienten.
Im Einzelnen sind dies die Menüfunktionen:

  • ZZ_VERKNÜPFUNG_NACH_AB
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_VON_AB       
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_NACH_POS_AB      
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_VON_POS_AB       
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_Position_Fertigungsauftrag_Von
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_Position_Fertigungsauftrag_Nach
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_POS_Position_Fertigungsauftrag_Nach
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_FertigungsAuftrag_Bestellung_Nach
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_FertigungsAuftrag_Bestellung_Von
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_FertigungsStl_Bestellung_Nach
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_FertigungsStl_Bestellung_Von
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_FertigungsStl_FertigungsAuf_Nach
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_FertigungsStl_FertigungsAuf_Nach_P
  • ZZ_VERKNÜPFUNG_FertigungsStl_FertigungsAuf_Von

Vorab-Disposition

Das Warenwirtschafts-System (WAWI-Modul) und das PPS-System (Fertigungs-Modul) der ERP-Software easyWinArt wurden für die Vorab-Disposition erweitert und verbessert.

Die Menüfunktion 'Vorabdisposition' hat zwei neue Felder 'Vorabdispositions-Termin' und 'Erledigt'.

Alle nicht erledigten, einkaufs- oder fertigungs-dispositionsfähigen Artikel-Positionen der Vorabdisposition werden im Rahmen der bedarfsgesteuerten Disposition zum Vorabdispositions-Termin berücksichtigt, sofern der zugehörige Vorabdispositions-Beleg noch offen ist.

In der bedarfsgesteuerten Disposition werden Vorabdispositions-Artikel durch das Häkchen 'Vorabdisposition' und die laufende Nummer der Vorabdispositions-Position gekennzeichnet.

Zusätzlich wurde die bedarfsgesteuerten Disposition noch um das Feld 'Konsignationsbestand' erweitert. Dort wird die Summe aller Konsignationslagerbestände des jeweiligen Artikels angezeigt.

Disposition für Lieferpläne

Für die Warenwirtschaft (WAWI-Modul) und die Produktion (PPS-Modul) des ERP-Systems easyWinArt wurde die bedarfsgesteuerten Disposition für Lieferpläne erweitert und optimiert.

Alle Lieferplan-Positionen, die einen Lieferstatus vom Typ 'Disponiert', 'Materialfreigabe' oder 'Versandbereit' haben, können nun in den vorgegebenen Mengen und Terminen (Datum-Feld) einzeln disponiert werden, d.h. jede dieser Lieferplan-Positionen erhält einen separaten Dispositions-Bedarf in der bedarfsgesteuerten Disposition. Optional können diese Lieferplan-Positionen auch wie bisher zusammengefasst in der Mengen-Summe zum frühesten Termin disponiert werden.

Welches dieser beiden Verfahren sie nutzen wollen, entscheiden sie über den neuen Konfigurations-Schalter 'Lieferplan-Bedarf nicht zusammenfassen' im Register 'Bedarfsgesteuerte Disposition' der Mandanten-Konfiguration.

Neue Versionen in der Belegverwaltung

Die Auftragsbearbeitung und das Rechnungswesen (Faktura) des ERP-Systems easyWinArt wurde in der Belegverwaltung weiter optimiert:

Wird von einem Beleg eine neue Version erstellt, so wird automatisch das Beleg-Datum und das Druck-Datum auf das aktuelle Tagesdatum gesetzt.

Für Rechnungen, Verbindlichkeiten sowie Eingangs- und Ausgangs-Gutschriften das Beleg-Datum und das Druck-Datum nicht verändert.

Erweiterung der Inventur

Die Warenwirtschafts- und PPS-Software des ERP-Systems easyWinArt wurde im Inventur-Modul wie folgt erweitert und verbessert:

  1. Die Menüfunktion 'Inventur' erhält eine neue Checkbox (Auswahlhäkchen) Kein 'soll für ist' mit nachfolgender Funktionalität:
    Wird das Häkchen nicht gesetzt, so werden alle im Rahmen einer Stichtags-Inventur nicht gezählten Artikel 'soll für ist' verbucht, d.h. der aktuelle Lagerbestand wird als Zählbestand zugewiesen und verbucht.
    Wird das Häkchen gesetzt, so werden alle im Rahmen einer Stichtags-Inventur nicht gezählten Artikel mit dem Wert 0 verbucht, d.h. dem Zählbestand wird der Wert 0 zugewiesen und verbucht.
     
  2. Wird für eine neue Stichtags-Inventur die Zählung gestartet, so darf bis zum Abschluss der Zählung keine Lagerbewegung durchgeführt werden. Erst nach Abschluss der Zählung kann normal weitergearbeitet werden und es dürfen Lagerbewegungen durchgeführt werden, auch wenn die Zählung noch nicht erfasst wurde. Beim Verbuchen der Inventur werden diese Lagerbewegungen dann automatisch berücksichtigt. Dabei kann es folgendes Problem geben:
    Wird easyWinArt so konfiguriert, dass keine negativen Lagerbestände zulässig sind, ist es möglich, dass Lagerabgänge vor dem Buchen der Inventur keinen negativen Lagerbestand verursachen und mit dem Buchen der Inventur ein negativer Lagerbestand entsteht, was aufgrund des Mandanten-Konfigurations-Schalters nicht zulässig ist und zu einem Fehler führt. Als Gesamttransaktion kann die Buchung dann nicht durchgeführt werden.
    Das Problem wurde wie folgt gelöst:
    Vor der Inventur-Buchungs-Transaktion wird der Mandanten-Konfigurations-Schalter 'Negativer Lagerbestand zulässig' temporär gesetzt und nach der Transaktion wieder zurückgesetzt. Nach der Inventur-Buchung können somit negative Lagerbestände vorhanden sein, üblicherweise dann, wenn die Zählung falsch war. Diese negativen Lagerbestände müssen dann von Hand korrigiert werden.

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